nachhaltige Verpackung Duni

Nachhaltige Verpackung

Wann ist eine Verpackung nachhaltig?

Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Und welche Merkmale zeichnen eine nachhaltige Verpackung aus? Diese und weitere Fragen beantwortet unser Ratgeber. Außerdem erfahren Sie hier, welche Materialien sich für die umweltfreundliche Gastronomie der Zukunft eignen und warum sich die Umstellung auf nachhaltige Lebensmittelverpackungen gerade jetzt besonders lohnt.

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    Was bedeutet Nachhaltigkeit?

    Nachhaltigkeit ist ein Konzept, das uns an verschiedenen Stellen des Alltags begegnet. Nachhaltiges Handeln wird zum Beispiel von Politik und Wirtschaft im Hinblick auf den Umweltschutz gefordert. Hier geht es darum, begrenzte Rohstoffe kontrolliert abzubauen und langfristig zu erhalten. Aber auch in anderen Bereichen spielt der Nachhaltigkeitsgedanke eine immer größere Rolle: Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umfassen beispielsweise 17 verschiedene Teilbereiche, darunter auch Themen wie soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Gesundheitspolitik.

    Unabhängig davon, auf welchen Lebensbereich sich die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit bezieht: Im Mittelpunkt steht immer die Zukunftsfähigkeit. Nachhaltiges Planen und Handeln macht sich nicht allein am Istzustand fest, sondern soll zu langfristigen, positiven Entwicklungen beitragen. Das übergeordnete Ziel besteht darin, eine lebenswerte Welt für alle Menschen zu schaffen und zu erhalten.

    Wann ist eine Verpackung nachhaltig?

    Auch in der Gastronomie und im LEH steigt der Wunsch nach nachhaltigen Verpackungen. Kund*innen legen großen Wert auf umweltschonenden Genuss, möglichst ohne unnötige Abfälle. Dabei ist es kaum möglich, pauschale Kriterien für „die“ nachhaltige Verpackung aufzustellen.
    Häufig werden lediglich einzelne Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt, etwa eine ressourcenschonende Recyclingfähigkeit von Lebensmittelverpackungen. Allerdings gelten auch kompostierbare Verpackungen mit Recht als nachhaltig, da sie auf natürlichem Wege abbaubar sind. In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen verschiedene Kriterien vor, an der sich nachhaltige Verpackungen messen lassen.

    1. Kohlendioxid-Emissionen

    Kohlendioxid (CO2) gehört zu den Treibhausgasen, die den größten Anteil am Klimawandel ausmachen. Insofern sind nachhaltige Verpackungen besonders durch einen niedrigen CO2-Ausstoß gekennzeichnet. Dabei gilt es, den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu berücksichtigen. Denn Kohlendioxid kann in unterschiedlichen Mengen an unterschiedlichen Stellen des Verpackungskreislaufs freigesetzt werden.

    Übrigens: Die nachhaltigen Verpackungen von BioPak sind zu 100 Prozent CO2-neutral – Transport und Entsorgung inbegriffen. Lassen sich CO2-Emissionen einmal nicht vermeiden, kompensieren wir diese in Form von verschiedenen Umweltprojekten. Mehr zum Thema Sustainability erfahren Sie auf unserer Website.

    2. An- und Abbau von Rohstoffen

    Schon vor der Fertigung von Produktverpackungen müssen die benötigten Ressourcen an- und/oder abgebaut werden. Erdöl, der klassische Ausgangsstoff für Plastik, schlägt beispielsweise mit enormen CO2-Emissionen schon bei der Förderung zu Buche. Wer Nachhaltigkeit auch sozial denkt, kommt zudem nicht um die schwierige politische und menschenrechtliche Situation in vielen Erdöl fördernden Staaten herum.
    Bei nachwachsenden Ressourcen aus kontrolliertem Anbau – etwa bei FSC-zertifiziertem Holz – können sich Käufer*innen hingegen auf eine sozial und ökologisch nachhaltige Rohstoffgewinnung verlassen.

    3. Fertigung

    Bei der Weiterverarbeitung der Ressourcen werden ebenfalls Treibhausgase freigesetzt. Auch hier fällt Plastik besonders negativ auf: Die Weiterverarbeitung von Erdöl findet unter großer Hitze statt und erfordert entsprechend große Mengen an Energie. Die Energieerzeugung treibt wiederum den CO2-Ausstoß in die Höhe.
    Auch wenn jedes Verpackungsmaterial eine gewisse Energiemenge benötigt, fällt diese bei nachhaltigen Verpackungen idealerweise so niedrig wie möglich aus. Zum Beispiel durchläuft auch Karton bei der Herstellung mehrere Trocknungsphasen, was entsprechende Temperaturen und Energieaufwand voraussetzt. Allerdings werden hier keine mit der Plastikproduktion vergleichbaren Schmelztemperaturen erreicht, was Karton, Pappe und Papier zu einer nachhaltigen Plastik-Alternative macht.

    4. Recycling oder Entsorgung

    Neigt sich der Lebenszyklus einer Verpackung seinem (vorläufigen) Ende, kann erneut je nach Material mehr oder weniger Kohlendioxid freigesetzt werden. Besonders nachhaltig sind in dieser Hinsicht Mehrwegverpackungen: Diese werden in der Regel mit einem überschaubaren Energieaufwand gründlich gereinigt, bevor sie ohne weitere Produktionsschritte wieder in Umlauf kommen.


    Dem gegenüber benötigen Einwegverpackungen mehr Energie. Kompostierbare Materialien werden mithilfe von Luftsauerstoff und Kleinstlebewesen auf natürlichem Wege zersetzt. Allerdings müssen Kompostieranlagen die nötigen Bedingungen für den Prozess schaffen, was mit einem gewissen Energieaufwand verbunden ist. Ist das Material weder recycling- noch abbaufähig, landet es häufig in Verbrennungsanlagen. Der dort verbrannte Abfall wird zwar in der Regel zur Energiegewinnung genutzt, allerdings setzt der Verbrennungsprozess weiteres schädliches CO2 frei.

    5. Transport

    Auch der Transport von Rohstoffen, neuen und benutzten Verpackungen wirkt sich negativ auf den CO2-Fußabdruck der Verpackung aus. Ideal sind deshalb kurze Strecken zwischen Anbau-, Produktions- und Konsumstandort. Insofern stellen heimische Ressourcen wie zum Beispiel Birkenholz (s. u.) und deren Weiterverarbeitung vor Ort einen hervorragenden Weg zu mehr Nachhaltigkeit dar.

    6. Recycelbarkeit und Kompostierbarkeit

    Ob sich die verwendeten Materialien recyceln beziehungsweise kompostieren lassen, ist nicht nur im Hinblick auf den Ausstoß von Treibhausgasen relevant. Je weniger Verpackungsmaterial durch Recycling ausgesondert wird, desto mehr Ressourcen lassen sich bei der Wiederaufbereitung einsparen.
    Im Idealfall können Produkte vollständig recycelt und enorme Rohstoffmengen eingespart werden. Das ist vor allem bei Materialien auf Erdöl-Basis relevant, da der Rohstoff auf der Erde nur begrenzt vorkommt. Schon jetzt fällt es der Industrie schwer, neue Erdölvorkommen zu finden und zu erschließen.

    7. Nachwachsende Rohstoffe

    Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen können auch dann als umweltschonend gelten, wenn sie sich weniger gut recyceln oder kompostieren lassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Bagasse, ein Nebenprodukt der Zuckerindustrie, auf den wir weiter unten näher eingehen. Ob sich Bagasse biologisch abbauen lässt und dementsprechend über den Biomüll entsorgt werden darf, hängt derzeit noch vom technischen Stand der Kompostierungsanlage ab, die der Entsorger vor Ort betreibt.
    Da es sich bei dem Material um ein Upcycling-Produkt handelt, das also keinen separaten An- oder Abbau erfordert, bringt Bagasse deutliche Vorteile für die Umwelt mit sich: Die Verwertung von Abfallprodukten und nachwachsenden Rohstoffen mindert den CO2-Fußabdruck und sorgt für mehr Nachhaltigkeit – selbst wenn die Produktverpackung in einzelnen Fällen nicht kompostierbar ist.

    8. Einweg- oder Mehrwegverpackung

    Mehrwegverpackungen wie etwa Getränkeflaschen aus Glas gelten zu Recht als besonders nachhaltig. Sofern sie bei der Verwendung keinen Schaden nehmen, können Sie nach gründlicher Reinigung direkt wieder zum Einsatz kommen. Insofern wirken sich lediglich Transport, Reinigung und die eventuell neue Etikettierung negativ auf die Umweltbilanz von Mehrwegverpackungen aus.

    2023 wird das Jahr der Mehrwegverpackungen

    Mit der voraussichtlichen Umsetzung der EU-Richtlinie 2019/904 müssen Gastrobetriebe ab einer bestimmten Größe Mehrwegbehälter für den Liefer- und To-go-Service anbieten. Vor allem in der Großstadt bieten sich deshalb schon jetzt Mehrweg-Systeme für die Gastronomie an. In unserem Ratgeber rund um die Mehrwegverpackung erfahren Sie mehr!

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      Vorteile von nachhaltigen Verpackungen

      bei nachhaltigen Verpackungen eher um die Kür des Liefer- beziehungsweise To-go-Geschäfts, die zudem mit vermeintlich höheren Anschaffungskosten verbunden ist. Dabei gerät schnell außer Acht, dass die Konsument*innen schon heute ein enormes Interesse an umweltfreundlichen Verpackungsmaterialien haben und Abfall vermeiden möchten.

      Umweltschutz kommt gut an!

      Fakt ist: Kund*innen nehmen Nachhaltigkeit bei Produktverpackungen wahr – sie achten auf die Recyclingfähigkeit von Verpackungsmaterialien und nehmen umweltbewusste Entscheidungen von Gastrobetrieben zur Kenntnis. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen kurzlebigen Trend. Die Auswirkungen des Klimawandels werden zunehmend auch in Europa spürbar und sorgen für neue Prioritäten – vor allem, aber nicht ausschließlich bei jüngeren Zielgruppen. Das positive Image von nachhaltigen Verpackungen wird in Zukunft weiter zunehmen und die Kaufentscheidung der Konsument*innen immer stärker mitbestimmen.

      Wer auf kompostierbare oder recyclingfähige Verpackungen zurückgreift, sollte deshalb die Umweltvorteile seiner Verpackungen klar kommunizieren. Denn nicht immer lassen sich recycelte oder nachwachsende Verpackungsmaterialien als solche erkennen. Entsprechende Aufdrucke oder Umweltsiegel transportieren das Umweltbewusstsein von Unternehmen nach außen und fangen das Interesse von Kund*innen ein.

      Keine Umstellung durch Plastikverbote

      Die Bundesregierung und die Europäische Union planen, den Verkauf von Verpackungen aus fossilen Rohstoffen sukzessive einzuschränken. Schon seit 2021 dürfen Hersteller bestimmte Einwegprodukte aus Plastik nicht mehr in der EU verkaufen. Spätestens wenn 2023 Mehrwegalternativen für die Gastronomie verpflichtend werden, müssen sich die Take-away-Anbieter und Lieferdienste in puncto Verpackungen anpassen.

      Schon gewusst?

      Bei Duni und BioPak setzen wir auf umweltschonende Verfahren über den gesamten Lebenszyklus unserer Verpackungen. Das hat unseren Produkten bereits diverse Umwelt- und Qualitätszertifikate eingebracht – mit deutlichen Image-Gewinnen für unsere Kund*innen. In unserer aktuellen BioPak-Produktbroschüre erfahren Sie mehr!

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      Umweltfreundliche Materialien für nachhaltige Verpackungen

      Schon heute gibt es ressourcenschonende Mehrweg- und Einwegverpackungen, die Plastik ersetzen können. Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen verschiedene Plastik-Alternativen und ihre Vorteile vor. Nach einem kurzen Überblick zu den einzelnen Materialien widmen wir uns intensiver dem Bambus – einem echten Wachstumswunder mit großem Potenzial für eine plastikfreie Gastronomie.

      Tipp: In unserem Ratgeber zu Plastik-Alternativen stellen wir Ihnen verschiedene nachwachsende, kompostierbare und/oder recycelbare Materialien ausführlich vor. So kommen Sie den Umwelt-Ansprüchen Ihrer Gäste entgegen und vermeiden unnötige Abfälle.

      PLATZHALTER

      Bambus

      Als eine der am schnellsten wachsenden Pflanzenarten der Welt wird Bambus für die Gastrobranche immer relevanter. Der nachwachsende Rohstoff kommt vor allem bei der Herstellung von nachhaltigem Einweg-Essbesteck zum Einsatz. Ein wesentlicher Vorteil des Materials ist seine natürliche antibakterielle und hypoallergene Wirkung. Sie macht Bambusbesteck besonders hygienisch und damit zum idealen Rohstoff für Delivery- und Take-away-Dienste. Auch der Geschmack und Geruch der bestellten Speisen bleibt mit Bambusbesteck unbeeinflusst: Das Material ist absolut geschmacks- und geruchsneutral.
      Hinzu kommt die außerordentliche Robustheit von Bambus. Heiße Speisen und Flüssigkeiten stellen für das Besteck kein Problem dar. Außerdem lässt sich die Pflanze auch ohne umweltschädliche Dünger und Pestizide in kurzer Zeit anbauen. Das reduziert die Umweltbelastung durch Nitrate und andere schädliche Bodeneinträge.

      Graspapier

      Schon zwei Liter Trinkwasser reichen aus, um eine Tonne des besonders ressourcenschonenden Graspapierzellstoffs zu erzeugen. Bei BioPak nutzen wir Graspapier deshalb gerne für die Schalen und Verpackungspapiere aus der Reihe Bloom.

      Holz

      Geschmacks- und geruchsneutral, schadstofffrei und stabil: Diese Merkmale machen Holz zum idealen Rohstoff für Essbesteck. Dabei punktet v. a. Birke als lokale und nachwachsende Holzart.

      Recyceltes PET (rPET)

      Bis zu 70 % weniger CO2-Emissionen gegenüber neu produziertem PET – ohne merkbaren Unterschied. rPET bietet sich v. a. als nachhaltiges Material für Boxen, Schalen und Gläser an.

      Bagasse

      Als ein Abfallprodukt der Zuckerproduktion muss Bagasse nicht eigens angebaut oder geerntet werden – ein klarer Öko-Pluspunkt! Das Material eignet sich für Becher, Boxen und Schalen, z. B. für die vielseitigen Take-away-Boxen aus der Reihe Octabagasse.

      Karton

      Der nachwachsende und preiswerte Rohstoff ist hervorragend recycelbar und eignet sich ausgezeichnet für Teller, Becher, Boxen, Schalen, aber auch für unser neues Papier-Essbesteck Pluma.

      Polymilchsäure (PLA)

      Ein weiteres Abfallprodukt in neuem Gewand: PLA entsteht u. a. bei der Erzeugung von Biomethan und wirkt in Kombination mit anderen Materialien besonders hochwertig. Wir verwenden PLA z. B. als Fenster für Lebensmittelverpackungen.

      Fazit: Keine Angst vor alternativen Verpackungslösungen

      In den kommenden Jahren wird Plastik in der Gastronomie eine immer kleinere Rolle spielen. Dafür sorgt neben dem zunehmenden Umweltbewusstsein der Kund*innen auch der Gesetzgeber.

      Zum Glück vereinfachen nachhaltige Verpackungen den Abschied vom Plastik. Wie umweltfreundlich verschiedene Materialien tatsächlich sind, macht sich an verschiedenen Merkmalen fest. Hier eröffnet sich Take-away- und Delivery-Anbietern eine große Auswahl an Produktverpackungen mit verschiedenen Vorteilen.

      FAQ zu nachhaltigen Verpackungen

      Wann ist eine Verpackung nachhaltig?

      Die Nachhaltigkeit einer Verpackung lässt sich an verschiedenen Maßstäben messen. Insgesamt zeichnen sich nachhaltige Verpackungen durch folgende Kriterien aus – auch wenn eine Produktverpackung kaum sämtliche Anforderungen erfüllen kann:

      Ist Karton nachhaltig?

      Karton ist ein hervorragendes Material für nachhaltige Verpackungen: Es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff, der beim Heranwachsen CO2 aus der Atmosphäre bindet. Zudem lässt sich Karton mit moderatem Energieaufwand wiederverwerten. Achten Sie bei der Anbieterwahl am besten auf seriöse Umweltsiegel wie den Blauen Engel oder das FSC-Zertifikat. Sie stehen für einen ökologisch und sozial nachhaltigen Produktlebenszyklus.

      Wie nachhaltig ist Graspapier?

      In Sachen Nachhaltigkeit hat Graspapier einige Vorteile zu bieten. So enthalten Gräser besonders wenig Lignin – eine Art natürlichen Klebstoff, der bei hochwachsenden Pflanzen in größerer Menge vorhanden ist. Bei der Papierherstellung muss Lignin zunächst chemisch entfernt werden – ein Vorgang, der bei Graspapier nicht notwendig ist. Aus diesem Grund erfordert die Graspapier-Produktion deutlich weniger Trinkwasser als andere Materialien: Um eine Tonne Graspapier herzustellen, reichen Schätzungen zufolge bereits zwei Liter Wasser aus. Zudem stehen auch in Europa große Grasflächen für den Anbau zur Verfügung, sodass lange Transportwege mit hohem CO2-Aufwand wegfallen.